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CMD-SYNDROM

Craniomandibuläre Dysfunktion

Was ist CMD? Die Craniomandibuläre Dysfunktion kurz erklärt

CMD bzw. Craniomandibuläre Dysfunktion ist eine sehr komplexe Erkrankung der Kiefermuskulatur, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. Das neuromuskuläre System im Kopfbereich reagiert äußerst empfindlich auf Umwelteinflüsse, Stress, Hektik oder Ärger. Man presst oder knirscht nachts unbewusst mit den Zähnen. Morgens wacht man schon mit Kopfschmerzen auf, insbesondere im Bereich der Stirn und der Schläfen. Dieser Spannungskopfschmerz deutet auf eine Muskelverspannung der Kopf-, Nacken- und Kiefermuskulatur hin. Nacken- oder Rückenschmerzen können durch Fehlstellungen im Gebiss ausgelöst werden.

Habe ich das CMD-Syndrom?

Das Zähneknirschen oder Pressen der Zähne, auch Bruxismus genannt, ist bei unbehandelter Erkrankung die häufigste Ursache für ein CMD-Syndrom (siehe Leitlinie S3 - Diagnostik und Behandlung von Bruxismus). Treten beim Patienten muskuläre Schmerzen auf die mit einem Aqualizer gelindert werden können ist es wahrscheinlich, dass der Patient eine CMD hat. Beim Knirschen oder Pressen werden unkontrolliert hohe Kräfte freigesetzt, die nachhaltig die Zahnhartsubstanz oder auch die beteiligten Gewebestrukturen schädigen können.
Als Therapie und auch zum Schutz der Zahnhartsubstanz sollte der Patient eine individuell angepasste harte Schiene erhalten. Muskuläre Dysfunktionen bei CMD Patienten lassen sich auch mit Aqualizer, RehaBite und weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen therapiert werden.
Bruxismus ist nach derzeitigem wissenschaftlicher Auffassung nicht therapierbar.
Neue Füllungen, Kronen oder Zahnspangen werden oft als störend empfunden. Unbewusst führt eine Adaptionen des Kausystem und die veränderte Okklusion zu muskulären Schonhaltungen, die langfristig Beschwerden auslösen. Durch diese Schonhaltung werden veränderte Kaumuster provoziert und auch häufig der Schluckvorgang beeinträchtigt. Beim Schlucken sollten sich Zähne des Ober- und Unterkiefers gleichmäßig berühren. Diese Position bezeichnet man als maximale Interkuspidation oder auch statische Okklusion.



Symptome der CMD

CMD Symptome sind sehr vielfältig, körperlich und psychisch und können eine exakte Diagnose erschweren.
Typische Symptome der CMD sind die folgenden:
•    Kieferknacken
•    Schmerzen der Kiefermuskulatur und der Kiefergelenke
•    Abrieb/Verlust von Zahnsubstanz
•    Schwierigkeiten beim Kauen
•    Störgefühl einzelner Zähne
•    Pressen/Knirschen der Zähne (Bruxismus)
•    Spannungskopfschmerz (Migräne)
•    Schmerzen/Verspannungen in Nacken, Hals, Schultern und Rücken
•    Dauerhaftes Ohrgeräusch (Tinnitus)
•    Schwindel, Gleichgewichtsstörungen
•    Kieferarthrose als Spätfolge
•    Erhöhte Lichtempfindlichkeit

Treffen drei oder mehrere Symptome zu, kann man in der Regel davon ausgehen, dass der Patient an einem CMD-Syndrom leidet.
Um die Erkrankung am CMD-Syndrom zu erkennen, wird klassischerweise eine Differentialdiagnose anhand einer Funktionsanalyse von einem Zahnarzt oder Spezialisten für CMD durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung ist es, festzustellen, ob ein falscher Biss vorliegt, der Gelenke oder Muskulatur des Kiefers beeinträchtigt.