Kiefergelenksdekompression
Kiefergelenksdekompression bezeichnet ein therapeutisches Verfahren zur Reduktion von Druck und Spannungen im Kiefergelenk. Sie wird häufig bei Patient:innen mit craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) oder Temporomandibular Joint Disorders (TMJ-Störungen) eingesetzt, die Beschwerden wie Schmerzen, eingeschränkte Kieferbeweglichkeit oder Kieferknacken aufweisen.
Die Dekompression kann auf zwei Arten erfolgen:
- Manuell, durch speziell geschulte Zahnärzt:innen oder Physiotherapeut:innen, die mit gezielten Techniken und Mobilisationen die Gelenkstruktur entlasten
- Mithilfe von Schienen, z. B. dem RehaSplint, die den Biss neu positionieren und so das Gelenk dauerhaft entlasten
Ziele der Kiefergelenksdekompression sind:
- Wiederherstellung der normalen Kiefergelenksbewegung
- Linderung von Schmerzen und funktionellen Einschränkungen
- Vorbeugung chronischer Beschwerden und struktureller Schäden
Der Behandlungserfolg hängt stark ab von:
- Der zugrunde liegenden Ursache
- Der Schwere der Funktionsstörung
- Der interdisziplinären Betreuung (z. B. Zahnmedizin, Physiotherapie, ggf. Psychosomatik)